Pesto, Palazzi und Piano – Wie ich lernte, Genua (doch) zu lieben

von Luth Das Land, das im Herbst 2005 meine vorübergehende Heimat werden sollte, schien mir vertraut. Die klassischen Urlaubsziele hatte ich als kultur- und sonnenhungriger Mitteleuropäer im Laufe meines touristischen Curriculums längst abgehakt. Nun also drei Monate Auslandspraktikum im Goethe-Institut Genua. Mit dem Namen der Stadt konnte ich wenig anfangen. Sampdoria sagte mir was, der […]

Liebes Jena

Von: Maximiliane Theml An: Jena Betreff: Du hast Konkurrenz bekommen! Ich muss ehrlich zugeben: Du hast Konkurrenz bekommen! „Konkurrenz!?“, wirst Du Dich nun fragen -„Ich?“ Schiller hat hier gelehrt. Die Uni hat ihm ihren Namen zu verdanken. Von Zeiss und Schott ganz zu Schweigen! Und der Titel „Stadt der Wissenschaft 2008“ spricht ja wohl für […]

Akwaba en Côte d’Ivoire – Land der Brüderlichkeit und der sozialen Extreme

von Juliane Börner Das sind die bekannten Fakten. Manch einer mag sich außerdem an den Bürgerkrieg erinnern, der 2002 begonnen hat und bis heute noch nicht so richtig beendet wurde. Naja, Bürgerkrieg und Afrika gehören eben zusammen. Genauso die korrupten und machtbesessenen Regierungsapparate, die sich mit Hilfe von Pseudowahlen gegenseitig die Klinke in die Hand […]

Lieber Pendeln als Lobeda

Warum Jenaer Studenten nicht in Jena wohnen wollen von Alice Alle zwei Stunden quält sich ein zähflüssiger Strom von Menschen die Westbahnhofstraße hinunter und erst unten am Holzmarkt ist nicht mehr deutlich sichtbar, dass sich soeben wieder ein Zug aus Erfurt und Weimar in Jena leer geschwappt hat. Es sind Pendler. Studenten, über die sich […]

„Das kitschige Deutschland“

von Roman Gherman Ich mag Kunst. Malerei, Bildhauerei, Architektur haben mich schon immer begeistert. Aber auch Sprachen mit ihren Redewendungen und Sprichwörtern finde ich spannend. Man kann ja herzhaft lachen, wenn man beispielsweise versucht die Redewendung „Ich verstehe nur Bahnhof“ in eine andere Sprache zu übersetzen. Das Ergebnis kommt vielen dann nur noch „Spanisch vor“. […]

Glosse: Dürfen Medien Nazis ein Forum geben?

PRO von LuGr Dem mutmaßlich durch Rechtsextremisten begangenen Anschlag auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl folgte wie üblich eine aufgeregte Diskussion um ein NPD-Verbot. Beide Themen beherrschten unlängst die Medien. Horst Seehofer wollte schnell handeln, doch Innenminister Schäuble riet zur Vorsicht, da die Rechtsextremisten wieder triumphieren würden, sollte ein erneutes Verbot der NPD am Bundesgerichtshof […]

Jena ist nicht Lauscha
Professor Bruno Hildenbrand über Fremdheit und Heimat(en)

Der Soziologe und Philosoph Alfred Schütz hat in seinen Aufsätzen „Der Fremde“ und „Der Heimkehrer“ detailliert eine sozialwissenschaftliche Perspektive von Fremdheit und Heimat dargestellt. UNIQUE sprach mit Prof. Dr. Bruno Hildenbrand über Schütz‘ Darstellung und die soziologische Bedeutung dieser Alltagsphänomene. UNIQUE: Herr Prof. Dr. Hildenbrand, wenn das neue Semester bald beginnt, wird Jena wieder voll […]

Adam Smith wiedergekäut
Wer die Glaubenskrise nicht ehrt, ist die Wahrheit nicht wert

von Stefan Berke Als nicht profitorientierter, auf Harmonie und Ausgleich bedachter Mensch sah ich irgendwann meinen Glauben angesichts der Streitereien und Ungerechtigkeiten auf der Welt stark in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt durch das Handeln verschiedener Menschen in machtvollen, aber nicht immer öffentlichen Positionen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien (im Folgenden: die „Elite“), die sich offenbar […]

Die Transformationen des Glaubens
Von der Privatisierung und Entzeitlichung der Mensch-Welt-Beziehung

von Michael Glauben im herkömmlichen, abendländischen Sinne ist etwas, das sich im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft abspielt. Doch bietet das Thema Glauben, insbesondere wenn es um die Transformation des Glaubens geht, auch andere Herangehensweisen. Im Folgenden soll untersucht werden, wie sich Prädikat, Objekt und Subjekt des Glaubens im Laufe der Zeit verändert haben. Das […]

Zum Gottesdienst in die Mall
Kapitalismus als Ersatzreligion?

von Lutz 200 Jahre ist es mittlerweile her, als das Zeitalter der Aufklärung das Denken der Menschen in den westlichen Gesellschaften revolutionierte. Sie bezeichnet die Abkehr vom Glauben von als Autoritäten angesehenen Institutionen wie der Kirche, was Nietzsche in „Die fröhliche Wissenschaft“ so einprägsam wie unverblümt mit dem legendären Ausspruch „Gott ist tot!“ zum Ausdruck […]

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